DRK-Schwesternschaft Ostpreußen | Itzehoe
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Rückblicke

 

Jahresempfang bei der DRK-Schwesternschaft Ostpreußen e. V.

Itzehoe, 31. Januar 2018

 

„Wie gut es hier im Cläre-Schmidt-Senioren-Centrum [CSSC] wieder riecht. Sicher werden wir gleich auf dem Jahresempfang der DRK-Schwesternschaft Ostpreußen kulinarisch verwöhnt“, freute sich Landrat Torsten Wendt auf dem Weg zum Veranstaltungssaal im Haus. Herr Wendt wurde auf der letzten Mitgliederversammlung von den Mitgliedern in den Vorstand der Schwesternschaft gewählt „und neben dem guten Essen trifft man auf nette Menschen.“

Zum ersten Mal hatte Oberin Maria Lüdeke gemäß der Tradition dieser Schwesternschaft am 31. Januar zum Jahresempfang geladen. Sie sprach in ihrer Begrüßung der Gäste – neben den Mitgliedern und MitarbeiterInnen waren auch Partner aus dem Steinburger Gesundheitswesen und der lokalen Politik gekommen - von ihren ersten hundert Tagen, an der Spitze der DRK-Schwesternschaft Ostpreußen e.V. „Wir stehen vor großen Herausforderungen im Gesundheitswesen - als Beispiel sei hier die personelle Unterversorgung genannt. Nur professionsübergreifend können wir die Aufgaben lösen. Die ‚vernetzte Gesundheit‘ ist dabei eine Voraussetzung. Und das ist ein Grund, warum ich hier heute mit Ihnen ins Gespräch kommen möchte.“ Bevor es dazu kam, sorgte allerdings ein „Dozent“ für kurzweilige Unterhaltung. Oberin Maria Lüdeke wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im eigenen neuen Fortbildungsprogramm Angebote zu finden seien wie zum Beispiel die „Humorpille“. Der Klinik-Clown Dr. med. Wurst sorgte den Abend über für eine lockere Stimmung und lautes Gelächter.

Ein Beitrag von Ellen Kühn 

 

 

Amtsübergabe bei der DRK-Schwesternschaft Ostpreußen e. V.

Itzehoe, 24. Oktober 2017

 

Vor 20 Jahren wurde Angela Eggers durch einen Zeitungsartikel auf die Arbeit der DRK-Schwesternschaft Ostpreußen aufmerksam. Genia Dohnke war als Oberin ins Amt eingeführt worden und sagte, dass sie aus der Schwesternschaft ein modernes Dienstleistungsunternehmen machen wolle. Angela Eggers rief an und fragte: „Kann ich mitmachen?“

Und wie sie konnte. Als Sozialmanagerin für Öffentlichkeitsarbeit fing sie an, sechs Jahre später wurde sie selbst Oberin. In ihrer 14-jährigen Amtszeit habe sie die Schwesternschaft „wirklich geführt“, betonte Prof. Dr. Arno Deister aus dem Vorstand jetzt bei Eggers’ Verabschiedung im Cläre-Schmidt-Senioren-Centrum (CSSC). Sie habe alle Aufgaben „mit Persönlichkeit, Kompetenz und Professionalität angepackt und viele erfolgreiche Veränderungen umgesetzt“.

Das gilt auch über ihre Amtszeit hinaus: Aus persönlichen Gründen tritt die 60-Jährige in den Ruhestand – und hat für die Zukunft ein völlig neues Führungsmodell auf den Weg gebracht: Nachfolgerin Maria Lüdeke wird nicht nur die Itzehoer Schwesternschaft und die Schwesternschaft Elsa Brandström in Flensburg von Angela Eggers übernehmen, sondern weiterhin Oberin der Heinrich- und Anschar-Schwesternschaft in Kiel bleiben. Es gibt also nur noch eine Oberin für vier Schwesternschaften in Schleswig-Holstein.

Es sei ein Wagnis und Experiment, sagte Prof. Deister. „Aber ohne Experimente werden wir nichts verändern und nichts verbessern können.“ Angela Eggers habe bei ihrem Lösungsvorschlag nicht nur an die Mitglieder gedacht, sondern auch an die allgemeinen Entwicklungen in der Pflege.

Angela Eggers habe immer das große Ganze im Blick behalten, sagte auch ihre Stellvertreterin Regine Gilgen. Unaufgeregt, verbindlich und lösungsorientiert habe sie die Schwesternschaft geleitet, klug verhandelt, große Netzwerke gesponnen und dabei immer den Kontakt zu den Mitgliedern gepflegt. „Du warst eine unerschöpfliche Quelle für Ideen und hattest deine Augen immer überall.“

Unter Angela Eggers’ Führung erfolgte unter anderem der Auszug aus der Talstraße und aus dem Haus am Bornbusch sowie der Einzug in das CSSC, zudem wurden mehrere gemeinnützige Gesellschaften wie die DRK-Schwesternschaft mobil gegründet. „Dein Ziel war und ist es, die Schwesternschaft zu stärken und Arbeitsplätze für die Mitglieder zu schaffen.“ Dass sie „mutig, aber nie übermütig“ agiere, zeige sie auch bei der Nachfolge-Regelung - für Gilgen ein Paradebeispiel für das Wesen der Schwesternschaften: „Starke Frauen beschreiten neue Wege.“

Ihre erste Aufgabe habe vor 20 Jahren darin bestanden, das altehrwürdige Mutterhaus in der Talstraße „ein bisschen moderner zu machen“, blickte Angela Eggers zurück. In einer Gemeinschafts-Aktion wurden Gardinen genäht und die Räume aufgefrischt. Dieses gemeinsame Anpacken und Wir-Gefühl macht für sie bis heute das Wesen der Schwesternschaft aus. „Ich habe einen ganz neuen Heimatbegriff erfahren.“ Sie erinnerte auch an die Gründung der Itzehoer Tafel gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband – „der Inbegriff von Vernetzung“. Die scheidende Oberin dankte für „den Mut, das Zukunftsmodell der nordischen Vier“ zu versuchen.

Nachfolgerin Maria Lüdeke trifft in Itzehoe auf alte Bekannte: Sie war bei der Gründung des CSSC dort die Pflegedienstleitung. „Ich freue mich sehr zurückzukehren“, sagte sie. Birte Vehlow als Standortvertreterin für Itzehoe wird ihr zur Seite stehen – eine neue Funktion, die eigens eingerichtet wurde.

Ein Beitrag von Katrin Götz